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Nachhaltige Praktiken im Weinberg

Naturschutz

Der Anbau von Weintrauben ist langfristig zu sehen; bei guter Pflege haben Weinberge eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren. Aus diesem Grund ist der Schutz der Ökosysteme für kalifornische Winzer von grosser Bedeutung. Ökosysteme zu verbessern und bewahren hält Böden und Rebstöcke gesund und resultiert in Trauben höherer Qualität.

Bodengesundheit

Gesunde Böden sind für gesunde Rebstöcke lebensnotwendig. Kalifornische Winzer verwenden Gründüngungspflanzen zwischen den Rebstockreihen, um die Erde mit Nährstoffen anzureichern, das Rebstockwachstum zu beeinflussen, nützliche Insekten anzulocken und Erosion zu verhindern. Viele Winzer verwenden Kompost, darunter auch wiederverwerteten Traubentrester, um den Boden mit organischen Substanzen anzureichern. Kompost hilft, Nährstoffe und Wasser im Boden zu binden.

Wiederherstellung von Lebensräumen

Da sich die meisten kalifornischen Weingüter in ländlichen Gegenden befinden, beinhaltet die Pflege eines Weinbergs nicht nur die Pflege der Rebanlagen, sondern auch die der umliegenden Landschaft. Das Auslegen der Rebanlagen umfasst Grünkorridore, die der lokalen Fauna – Rehen, Füchsen, Kojoten– Zugang zu Waldgebieten und Wasser bieten. Rebanlagen werden in unmittelbarer Nähe von Bäumen, Wasserwegen und Gewässern vermieden. Winzer, Gemeinde- und Lokalverwaltungen arbeiten zusammen, um Wasserläufe, Feuchtgebiete und Uferbereiche wiederherzustellen.

Artenvielfalt

Eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist ein Zeichen für ein gesundes Ökosystem. Kalifornische Winzer bemühen sich um die Erhaltung von Bäumen für Eulen, Falken und andere Raubtiere, denn sie tragen wesentlich zur natürlichen Bekämpfung schädlicher Nagetiere bei. Natürliche Lebensräume und Pflanzen werden für nützliche Insekten geschützt, die zur Schädlingsbekämpfung beitragen. Artenvielfalt erzeugt eine langfristige Stabilität des Ökosystems, indem sie die Wiederverwertung von Nährstoffen fördert, Bestäubung unterstützt, Schädlinge und Krankheiten bekämpft, Wasserfluss reguliert, Mikroklimaten schafft und die Speicherung von Kohlenstoff ermöglicht.

Schädlingsbekämpfung

Schädlinge sind eine Tatsache des Weinanbaus. Folglich haben kalifornische Winzer verschiedene biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung entwickelt, deren Einfluss auf die Umwelt minimal ist.

Nützliche Insekten

Kalifornische Winzer verwenden nützliche Insekten, wie zum Beispiel Raubmilben, Spinnen, Wespen oder Marienkäfer in Weinbergen, um Schädlinge im Zaum zu halten. Hierzu werden Insekten im Weinberg ausgesetzt oder von Gründüngungspflanzen und heimischen Gräsern angelockt.

Nutzung von Tieren

Sollten Sie auf einem kalifornischen Weingut ein Huhn sehen, ist es höchstwahrscheinlich nicht aus dem Hühnerstall ausgebrochen! Hühner helfen den Winzern dabei, Schädlinge wie z.B. Erdraupen sowie Unkraut zu bekämpfen. Darüberhinaus helfen Schafe bei der natürlichen Unkrautbekämpfung, Winzer sorgen ebenfalls fürNistkästen und Sitzstangen für Raubvögel, die Nagetieren auflauern, die sich an den Reben gütlich tun.

Schädlingsüberwachung

Ständige Präsenz auf dem Weinberg und die kontinuierliche Überwachung von Schädlingsbefall ist für kalifornische Winzern eine Realität. Indem sie ihre Weingüter kartieren und von Jahr zu Jahr detaillierte Aufzeichnungen machen, kann vorausgesehen werden, wann und wo es zu Problemen kommen könnte. Das bedeutet, dass zugeführte Mittel nur in minimalem Maße und nur wenn absolut notwendig als Unterstützung natürlicher Kontrollen verwendet werden.

Wasser

Weintrauben brauchen weniger Wasser als die meisten anderen Pflanzen. Das mediterrane Klima Kaliforniens (regnerisch im Winter, warm und trocken im Sommer) ist Mitgrund, dass der Bundesstaat ein ideale Bedingungen für qualitativ hochwertigen Weinbau bietet. Dennoch ist Wasser eine wertvolle natürliche Ressource. Der schonenede Umgang damit ist von grösster Bedeutung.

Wassereinsparung

Die meisten kalifornischen Rebalnagen werden mit tropfbewässert , eine ausserordentlich effiziente Methode, die zur Wasser einspart, da Zeitpunkt und Menge der Bewässerung ganz präzise gemessen werden können. Tropfbewässerungsleitungen können Weinreben mit ihrem genauen Wasservedarf versorgen, und dies genau am richtigen Ort, damit Wuchs und Energie auf die Trauben und nicht auf überschüssige Blätter oder Vegetation verwendet wird. Das resultiert in Trauben höherer Qualität und Konzentration.

Messung

Kalifornische Winzer verwenden verschiedenste Instrumente, um Wasserbedarf und Wasserverbrauch zu messen. Dazu gehören Wetterstationen zur Überwachung der Evapotranspiration; Sonden, die die Wasserverfügbarkeit und den Wasserverbrauch im Boden verfolgen; Geräte, die den Wasserstress in Pflanzenblättern quantifizieren; und Durchflussmesser für Quellen und Pumpen. Solche Daten ermöglichen es, den Wasserbedarf der Reben genau zu bestimmen und diese effizient und nur bei Bedarf zu bewässern.

Überwachung der Rebstöcke

Winzer laufen ihre Weinberge kontinuierlich ab, um die Rebstöcke auf Wasserstress zu überwachen. Dies tun sie, indem sie die Blätter, Triebspitzen und Ranken untersuchen und die Gesundheit der Rebstöcke insgesamt bewerten und ihren Wasserbedarf bestimmen. Sie prüfen darüberhinaus auch die Bewässerungssysteme, damit Leitungen oder Strahler nicht verstopfen und optimale Effizienz bieten. Kalifornischen Winzer wissen: je mehr Zeit sie im Weinberg verbringen, desto gesünder sind die Reben.

Energie

Energiesparen ist von doppeltem Nutzen für Weingüter: Emissionen von Treibhausgasen werden reduziert und landwirtschaftliche Kosten werden möglichst gering gehalten. Kaliformische Winzer setzen eine Reihe von Energiesparmaßnahmen ein, sowohl um ihre CO2-Bilanz zu reduzieren als auch ihre landwirtschaftlichen Betriebe wirtschaftlich tragbar zu halten.

Nachternte

Durch das Ernten der Trauben bei Nacht oder am sehr frühen Morgen bleiben diese kühler und die Notwendigkeit einer energieintensiven Kühlung im Keller wird reduziert. Darüberhinaus sind die Weinbergarbeiter so auch nicht gezwungen, in der Tageshitze zu pflücken. Trauben, die kühl im Keller eintreffen sind stabiler in ihrer Form und bauen weniger schnell ihre Säureab, entscheidende Faktoren, dieEinfluss auf die Struktur und die endgültige Weinqualität haben.

Energieeffizienz

Viele Weinbauern haben in energieeffizientere Pumpen investiert und auch Durchflussmesser installiert, um den Wasserverbrauch und ein wirtschaftliches Pumpen zu überwachen. Weinbauern begrenzen bewusst die Häufigkeit, mit der sie Traktoren oder andere Geräte durch den Weinberg bewegen, um Kraftstoff zu sparen Emissionen zu reduzieren und die Verdichtung des Bodens so gering wie möglich zu halten, da sich diese negativ auf die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen auswirken kann.

Alternative Energiequellen

Solaranlagen werden auf kalifornischen Weingütern häufig strategisch eingesetzt, um Strom für Motoren, Antriebe, Bewässerungspumpen und sogar das Öffnen und Schließen von Weinbergtoren zu liefern. Abgesehen von diesen Solaranlagen, die den kalifornischen Sonnenschein einfangen, werden häufig mit Biodiesel betriebene landwirtschaftliche Geräte und Elektrofahrzeuge genutzt.